Eine bessere Zukunft erschaffen

Eine bessere Zukunft erschaffen – so geht’s

Ich habe ein Buch der Hoffnung gelesen, von einer immens schlauen Frau. Und: Du musst dieses Buch auch lesen! Warum? Das schreib‘ ich Dir hier:

Florence Gaub ist Politikwissenschaftlerin, Militärstrategin und Zukunftsforscherin – und Deutsch-Französin noch obendrein! Sie ist Direktorin am NATO Defense College in Rom und Autorin des Buches „Zukunft, eine Bedienungsanleitung“.  Ich habe versucht, die wichtigsten Erkenntnisse zusammenzufassen:

Die Angst vor der Zukunft: Ein menschliches Phänomen

Es ist kein Wunder, wo auch immer wir derzeit hinschauen, es scheint nur Krisen und schlechte Nachrichten zu geben. Natürlich ist es da schwer, hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen.

Auch Florence Gaub schreibt in ihrem Buch, dass viele Menschen die Zukunft als einen dunklen Raum voller Gefahren und Schmerz empfinden. Doch sie widerspricht dieser Sichtweise und betont, dass die Zukunft auch als ein Raum für Möglichkeiten und Neuanfänge betrachtet werden sollte.  Zukunft ist nicht nur alles mögliche, was schiefläuft, sondern Zukunft ist auch alles mögliche, was schön ist und auf was man hinarbeiten möchte. 

Und sie liefert gleich eine plausible Erklärung, warum wir uns oft überfordert und machtlos fühlen: Jeder einzelne von uns nimmt heute an einem Tag mehr neue Informationen auf, als ein Bauer im Mittelalter in seinem gesamten Leben. Verrückt oder?

Daher: der Mensch,  im 21. Jahrhundert muss sehr viel „erwachsener“ sein als die vorherigen Generationen,  sehr viel mehr in der Selbstverantwortung.

Deshalb müssen wir wissen, wie gehe ich denn jetzt damit um, dass ich so viele Botschaften auf allen Kanälen habe, die auf mich einprasseln und auch so viele beängstigende Botschaften., „wann mache ich jetzt mal emotional die Tür zu.“ Und wenn es Dir schlecht geht deswegen, dann bringe einfach mal den Müll raus. Denn das ist eine Sache, die Du kontrollieren kannst und danach geht es Dir sofort besser.

Daraus kann eine positive Dynamik entstehen, wo der Mensch mehr Kraft hat für größere Probleme.

Diese duale Betrachtung der Zukunft – als Quelle von Angst und Hoffnung – ist entscheidend für unser Verständnis und unsere Handlungsweise.

Die Fähigkeit, in die Zukunft zu reisen

Ein zentrales Thema in Gaub’s Buch ist die einzigartige menschliche Fähigkeit, sich in eine noch nicht existierende Zukunft hineinzuversetzen. Diese Vorstellungskraft ist eine Art Superkraft, die uns ermöglicht, die Zukunft aktiv zu gestalten. Gaub erklärt, dass es wichtig ist, diese Fähigkeit zu nutzen, um eine positive Zukunft zu schaffen, anstatt sich von Ängsten leiten zu lassen.

I love it!

Die Bedeutung von Kreativität und Hoffnung

Fast schon etwas philosophisch: Kreativität und Hoffnung sind zentrale Elemente, um eine bessere Zukunft zu schaffen.

Die Autorin ermutigt uns, verschiedene Zukunftsszenarien zu erkunden und sich aktiv mit den Fragen auseinanderzusetzen, die unsere persönliche und gesellschaftliche Zukunft betreffen.

Für jeden Einzelnen von uns gibt es verschiedene Zukünfte, die Alltags-Zukunft, die persönliche Zukunft und die Zukunft der Gesellschaft, und ob die Zukunft gut wird oder nicht, hängt dann davon ab, was wir damit machen.

Indem wir uns mit positiven Zukünften befassen, können wir Hoffnung schöpfen und unser Handeln entsprechend ausrichten.

Zukunft als Bedienungsanleitung verstehen

Ich liebe die Analogie zur Bedienungsanleitung. Die Botschaft: Zukunftsgestaltung ist keine Philosophie, es ist eine Bedienungsanleitung.  Wir die Zukunft, damit wir etwas damit machen, genau wie man etwas Konkretes mit einer Bedienungsanleitung macht. Ganz strukturiert. Ich habe das Buch deshalb als inspirierende und wohltuende bisschen Entzauberung der Zukunft empfunden.

Florence Gaub möchte damit erreichen, dass die Menschen verstehen, dass die Zukunft nicht einfach ein unerreichbares Konzept ist, sondern etwas, das wir aktiv gestalten können. Die Struktur ihrer „Bedienungsanleitung“ soll den Lesern helfen, ihre eigene Zukunft zu reflektieren und konkrete Schritte zur Verbesserung zu entwickeln.

Der erste Schritt: Jeder braucht seine eigene Zukunft. Es bringt nichts, den Zukunftsbericht der Bundesregierung zu lesen. Dieser beeinflusst uns zwar, aber am Ende ist Deine Zukunft Deine Zukunft und meine ist meine.

Gaub’s klare Empfehlung: erstmal bei sich selber anfangen. Bewusst Zeit der eigenen Zukunftsgestaltung widmen. Ein Blatt Papier, ein Stift, und dann mal nachdenken. „Wie weit in die Zukunft will ich denken? Für mich selber. Da will ich sein in zehn Jahren. Wo will ich sein in fünf? Was kann ich in diesem Jahr erreichen?“ Es geht nicht nur um das  Erreichen im kapitalistischen Sinne von mein Haus, mein Auto, mein Pferd. Wieviel Zeit will ich  fünf Jahren mit meiner Familie haben, wie steht es um meine Gesundheit,…

Daraus werden kleine Schritte abgeleitet für die Alltags-Zukunft. „Was kann ich denn dann heute und hier tun, in den ganzen Tagen, die da hinführen? Was kann ich tun, damit diese Zukunft dann Realität wird? Was könnte da im Weg stehen?“ Hier können klassische Risiko-Absicherungen ins Spiel kommen wie zB. eine Berufsunfähigkeitsversicherung. .

In einem zweiten Schritt findet der gleiche Prozess auf Gruppen-Ebene statt: also zB. in Unternehmen, im Sportverein, einer Partei, überall, wo mehrere Menschen zusammenkommen und gemeinsam Zukunft machen wollen. Man muss ich Zeit nehmen, gemeinsam in der Gruppe darüber nachzudenken,  was ist die Zukunft, auf die wir hinarbeiten und was ist die Zukunft, die wir vermeiden wollen.

„Zukunft ist wie ein Fußballspiel. Man kann, muss es offensiv und defensiv spielen. Man kann nie nur in einer Richtung gewinnen.“

Was willst Du erreichen?(Offensive)  Was willst Du vermeiden? (Defensive).  Das nennt man strategische Vorausschau.

Verantwortung für die eigene Zukunft übernehmen

Viele Menschen vernachlässigen ihre Zukunft, indem sie glauben, dass sie von anderen beeinflusst wird oder dass sie keine Kontrolle darüber haben.

Viele von uns glauben, dass die Zukunft  bis 2030 gemeint ist, oder gar bis 2080 und darum kümmert sich Olaf Scholz.

Und dann glaube sie: selbst meine persönliche Zukunft, die kann ich ja nicht so richtig beeinflussen, die meisten denken dann vielleicht dieses Jahr oder vielleicht noch nicht mal bis zum nächsten Monat. Die meisten nehmen so ein bisschen die Hände vom Lenkrad und sagen halt so, da soll sich jemand anderes drum kümmern oder ich kann es ja eh nicht beeinflussen. Und dann ganz oft fällt man in so Automatismen, dass man zum Beispiel einfach so aufnimmt, was man so hört, was so über die Zukunft gesagt wird und das dann so übernimmt und sagt, das habe ich so gehört, das wird wahrscheinlich stimmen. Florence Gaub nennt das „auf Autopilot leben“.

Das Buch ermutigt die Zuhörer, Verantwortung für ihre eigene Zukunft zu übernehmen und aktiv zu gestalten, was sie möchten. Die Leser sollen verstehen, dass die Hilflosigkeit in ihren Köpfen stattfindet und wir alle etwas damit machen können.

Konzentriert Euch auf das, was ihr beeinflussen könnt. Wenn nicht wir, die wir in einer der wohlhabendsten, demokratischen Welt leben, wer nicht wir, sollte etwas Positives zu unserer Zukunft beitragen können?

Die Fähigkeit, bewusst über die Zukunft nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, ist entscheidend, um ein erfülltes Leben zu führen.

Die Rolle der Gemeinschaft in der Zukunftsgestaltung

Der Austausch zwischen verschiedenen Generationen über die Zukunft ist key. Dieser Dialog über die Zukunft sollte nicht nur zwischen Gleichaltrigen, sondern auch zwischen Jung und Alt stattfinden. Durch den Austausch von Erfahrungen und Perspektiven können wir gemeinsam eine bessere Zukunft gestalten.

Schluss mit „Ihr habt uns die Zukunft geklaut“ und „Ihr seid dann eh nicht mehr da“ –  Zukunft ist ein vorstellungskraftgetriebener Prozess, den man am besten gemeinsam machen sollte.

Ein junger Mensch wird per Definition es sich nicht so gut vorstellen können, weil er oder sie noch nicht so lange gelebt hat und das geht ja nicht nur um die eigenen Erfahrungen, sondern je länger man lebt, desto mehr hat man Begegnungen mit anderen Menschen, deren Erfahrungen man auch aufnimmt und man liest viele Bücher und man schaut viele Filme.

Der eigene Datschenschatz wird mit zunehmendem Alter immer grösser und damit für den Austausch immer relevanter.

Fazit: Die Zukunft liegt in unseren Händen

Die wichtigste Botschaft aus diesem Buch lautet: die Zukunft ist nicht festgelegt, sondern sie kann aktiv gestaltet werden.

Indem wir unsere Ängste überwinden, Verantwortung übernehmen und kreativ mit den Möglichkeiten umgehen, können wir eine bessere Zukunft für uns und die kommenden Generationen schaffen.

Das Buch „Zukunft, eine Bedienungsanleitung“ bietet wertvolle Werkzeuge und Einsichten, um diesen Prozess zu unterstützen. Absolute Leseempfehlung!

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