Warum Frauen zu wenig in sich selbst investieren – und was das mit deinem Lieblingsleben zu tun hat

„Ich muss diesen Preis erstmal verdauen.“ sagte neulich eine Interessentin nach dem Vorgespräch zu mir und sagte ein paar Tage später ab mit den Worten „ich bin derzeit nicht bereit, dieses Geld zu investieren.“

Worum ging es?

Eine tolle Frau in der Lebensmitte, die Kinder nicht mehr ganz klein, findet sich in ihrem Ursprungsjob nicht wieder, möchte gerne etwas anderes machen, bloß was? Sinn soll es machen, mit ihren Stärken zu tun haben, leider erhält sie nur Absagen, das Ego wird kleiner und allmählich gehen ihr die Ideen aus. Der Frust dagegen wird immer grösser.

Total verständlich!

So kam sie zu mir, wir tauschen uns aus, Sympathie ist da. Ich hake nach, stelle fest, es gibt Blockaden, sich etwas Neues zu trauen, Kontakte zu aktivieren,… Innere Hürden, die viele Frauen haben. Eigentlich ist sie bei mir genau richtig!

Und sagt trotzdem ab.

Für mich ist das in Ordnung – und macht mich doch immer wieder traurig, denn ich erkenne mich selbst wieder.

Ich habe so lange damit gewartet, Geld in die Hand zu nehmen für ein Coaching, bis ich mit dem Rücken zur Wand stand mit meinem Business und kurz vor dem Aufgeben war. Dann habe ich die letzten Euro zusammengekratzt und bin zu meiner Coach mit der Frage: Kann ich überhaupt verkaufen?

Meine Idee dahinter: sie sagt mir Ja oder Nein. Bei Nein höre ich auf, bei Ja gibt sie mir ein paar Quick Tipps, wie genau ich das besser machen kann, und ich mache weiter. Nun, so lief es nicht. Die Frage, ob ich verkaufen kann, hatten wir sehr schnell abgearbeitet. Außensicht kann ein echter Augenöffner sein…

Dann hat sie mir neue Fragen gestellt. Essenzielle Fragen, die nichts konkret mit dem Business zu tun hatten sondern viel mehr mit mir. Eine völlig neue Welt hat sich mir aufgetan! Im Leben hätte ich nicht über diese Dinge nachgedacht!

Und ja, daraus ist ein neues Business entstanden, das sich mehr nach mir anfühlte, das letztendlich erfolgreicher war. Vor allem aber ist an dem Punkt eine Reise der Selbstentwicklung gestartet, die bis heute andauert. Das lässt sich in Geld gar nicht rechnen. Die Währung ist gleich Lebensglück x Lebenszeit!

Und jetzt Hand aufs Herz: Wann hast du das letzte Mal in dich investiert? In dich. Dein Wachstum. Dein Lieblingsleben.


Warum wir Frauen uns selbst oft an letzter Stelle setzen

Es ist ein altes Lied, und nein, nicht von Edith Piaf. Frauen sind Weltmeisterinnen darin, für andere da zu sein: Kinder, Partner, Chefs, Schwiegermütter, Nachbarn,… Wir jonglieren Termine, Emotionen und Einkaufslisten wie Zirkusartistinnen – und wenn es um unsere eigenen Bedürfnisse geht, ertönt innerlich oft das große „dafür habe ich jetzt keine Zeit, das mache ich später“.

Doch dieses „später“ kommt selten. Stattdessen zahlen wir drauf – nicht nur finanziell, sondern emotional: Burn-out, das Gefühl von Stillstand, das dumpfe Gefühl, das Leben ziehe an uns vorbei, während wir uns aufreiben.

Irgendwie ist auch immer etwas anderes dran: die Eigentumswohnung, Kita-Eingewöhnung, das Auslandsjahr in der Oberstufe, die Hüft-OP des Schwiegervaters,…

Wir treten zurück – auch im Job, schließlich sind wir froh, den flexiblen Teilzeitjob zu haben, dass der uns inhaltlich unterfordert, wird in Kauf genommen. Dann werden wir älter und sind froh, „überhaupt noch einen Job“ zu finden – auch wenn der weder mit unseren Werten noch mit unseren Kompetenzen im Einklang ist. Solala statt ohlàlà.

Frauen sind oft gefangen in der Rolle des Kümmerers – und vergessen sich selbst dabei. 

Sich selbst ernst zu nehmen, bedeutet auch, Geld für sich in die Hand zu nehmen!  Nicht für Lego, die schicken Sneakers oder das Skilager sondern für Dein eigenes Weiterkommen, Deine Entwicklung, Dein Glück.


Geld ist Energie – und wo fließt deine hin?

Stell dir vor, dein Geld ist Champagner. Wo und wieviel schenkst du dir ein?

  • In Netflix-Abos, die du kaum nutzt?

  • Aufs Sparkonto, wo es vor sich hindümpelt?

  • In Dinge für Hund, Katze, Kind und Familie, weil das alles gerade dran und wichtiger ist? Da verzichtest doch Du gerne…?!

Das Problem ist nicht das Geld. Das Problem ist, dass wir es oft dorthin tragen, wo es uns kurzfristig beruhigt – statt dorthin, wo es uns langfristig beflügelt.

Heute weiß ich, dass es auch immer ein Zeichen für den Glauben an sich selbst ist, wenn wir Geld in etwas investieren, was uns persönlich weiterbringen kann. Wenn Du Geld in einen Ernährungscoach investierst, dann doch weil in Dir ein Funken Glauben ist, dass Du Dich gesunder fühlen, Dein Wohlfühlgewicht erreichen wirst. Das eingesetzte Geld ist also wie ein Vorschuss auf Deine Zielerreichung und damit ein wichtiger Hebel für den Erfolg Deines Vorhabens.

Es ist doch so – was nichts kostet, erscheint uns oft nicht wirklich wertvoll. Die Flut von Freebies und Gratis-Anleitungen bringt oft nicht den erwünschten Erfolg, weil wir nun zwar wissen, was theoretisch zu tun ist aber es nicht unbedingt machen. Wenn du aber Geld in die Hand genommen hast, ist das per se schon ein Ansporn, denn du willst dafür ja auch Ergebnisse sehen. Und schwupps, bist Du im Tun.


Weiterbildung: Der Luxus, der keiner ist

Viele Frauen denken: „In Weiterbildung investieren, das ist teuer.“
Aber mal ehrlich: Teuer ist es doch eher, dein Potenzial ungenutzt verkümmern zu lassen.

Eine gute Fortbildung, ein Coaching oder ein Mentoring ist kein Luxus – es ist die Einladung, endlich das Leben zu gestalten, das du dir insgeheim längst wünschst.

  • Mehr Selbstbewusstsein?

  • Klarheit über deine Stärken?

  • Strategien, die dich beruflich und privat nach vorne bringen?

Das ist nicht „nice to have“. Das ist existenziell.

Dummerweise gibt es hierfür kein Diplom, kein Zertifikat. Daher erscheint es oft als „schwammig“, nicht sinnvoll, nicht relevant für den nächsten Karriereschritt. Und so sehen wir den „Wert“ nicht.

Vielleicht rechnen wir auch einen Preis in Minuten um und vergleichen mit gängigen Tarifen: 20 € kostet die Nachhilfe-Stunde, das ist ok. 150 € Strähnchen und Schnitt beim Friseur.  300 € für einen Workshop, in dem es nur um Dich und Deine Lebensplanung geht?! Ne, sorry.

Eine Freundin hat mir gerade erzählt, dass sie 120 € für eine Stunde Hundetraining bezahlt hat. Eine Stange Geld! Welchen Nutzen hat sie daraus gezogen? Nun, sie hat AHA-Momente gehabt, die sie sich schon viel früher gewünscht hätte. Warum reagiert mein Hund so? Was kann ich machen, damit das nicht passiert? usw. Diese Erkenntnisse beschränken sich nicht auf die 60 Minuten, die sie mit der Trainerin verbracht hat. Die nimmt sie mit für die nächsten zehn Jahre und kann somit das Familienleben mit Hund harmonischer gestalten.

Ist das Thema nach einer Stunde erledigt? Nein, es braucht Übung, sich immer wieder daran erinnern, vielleicht geht meine Freundin auch nochmal zu einem Gruppentraining zum Vertiefen und Dranbleiben. Aber das ist es ihr wert. Weil ihr Hund besser kooperiert und im Alltag entspannter ist.

Lässt sich ein ROI dieser Stunde ausrechnen? Nein. Dafür gibt es keine KPIs.

Du bezahlst nicht für die Minuten sondern für die Wirkung!

Nun kann man sagen: Hundestunde ok, die hat Auswirkungen auf die gesamte Familie – das ist kein Nice-to-Have. Wenn Du das gerade denkst, lass mich Dir sagen: Deine persönliche Entwicklung ist auch kein Nice-to-Have. In Frankreich habe ich gelernt, dass eine glückliche Frau eine gute Mutter ist – nicht umgekehrt! Sich selbst wichtig zu nehmen ist Bürgerpflicht! Nicht aus egoistisch sondern weil nur der oder die etwas aus freiem gutgelaunten Herzen geben kann, wenn dieses Herz randvoll gefüllt ist mit Lebensfreude und Energie.


Lieblingsleben statt Hamsterrad

Und hier kommt mein Herzensprojekt ins Spiel: das Lieblingsleben-Coaching.
Es ist wie ein französischer Espresso – alltagstauglich, intensiv und lange nachwirkend. Nur dass du danach nicht nervös durch die Gegend läufst, sondern mit Klarheit, Freude und Selbstvertrauen dein Leben anpackst.

Im Coaching lernst du, wie du dich selbst wieder auf die Prioritätenliste setzt. Wie du deine Zeit und deine Energie so einsetzt, dass sie dich tragen – statt dich auslaugen. Und wie du dir ein Leben aufbaust, das nicht nur funktioniert, sondern nach Croissant und Champagner schmeckt.


Fazit: Du bist die beste Investition deines Lebens

Wenn wir Frauen lernen, dass Selbstinvestition kein Egoismus ist, sondern die Voraussetzung für ein erfülltes Leben, ändert sich alles.

Denn mal ehrlich: Was bringt es, wenn du allen anderen Flügel baust – und selbst am Boden bleibst?

Es ist Zeit, dir dein Lieblingsleben zu gönnen. Mit Herz, Haltung und Humor. Und natürlich einem gewissen laisser-faire.

PS: Weißt Du, was ich außerdem festgestellt habe? Wenn Geld im Spiel ist, kommt auch Bewegung in die Menschen. So nach dem Motto: „wenn ich jetzt schon Geld ausgebe, dann soll auch etwas dabei herauskommen. Also versuche ich jetzt mal, was der oder die Coach sagt.“ Finanzielles comittment ist Engagement Dir selbst gegenüber und ein Hebel, ins Tun zu kommen. Ob nun bei mir oder woanders.

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charmanter Ratgeber mit fundiertem Wissen für mehr Klarheit, mehr Lebensfreude, mehr du und der chichi-lose Tacheles einer Frau, die sich von Sex & the City zu Desperate Housewives und dann in ihr Lieblingsleben gezappt hat.
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