Businessaufbau für Frauen: Die 7 klassischen Fehler – und wie du sie vermeidest

Ich habe mein Business zuerst aus Trotz gestartet. Weil ich nach der Kündigung aus der Elternzeit keinen Job am neuen Wohnort fand. Ich dachte mir bockig „so schwer kann das ja nicht sein“, schließlich hatte ich ja 100 Jahre zuvor BWL studiert. Ich kaufte mir ein Buch für Mompreneure und startete.

Heute bin ich seit 12 Jahren selbständig, habe mehrere Business gegründet, bin gescheitert, wieder aufgestanden, habe mich neu ausgerichtet. Ich sage Dir: Unternehmertum ist die krasseste Form von Persönlichkeitsentwicklung!!! Und nichts für Angsthasen.

Aber: heute bin ich Unternehmerin aus Überzeugung. Ich glaube auch, dass das eigene Business – ob im Nebengewerbe oder als Haupteinnahmequelle – grandiose Chancen bietet. Heute würde ich auch vieles anders machen als bei meinem eigenen Start.

Ein paar klassische Fehler, die ich bei mir selbst aber auch bei den Kleinunternehmerinnen, die ich begleitet habe, immer wieder beobachtet habe:

Businessaufbau für Frauen: Die 7 klassischen Fehler – und wie du sie vermeidest

Du willst dein Business aufbauen – mit Herz, Klarheit und Impact? Du solltest diese Stolperfallen kennen, die gerade Frauen oft ausbremsen. Spoiler: Es liegt nicht an mangelndem Talent, sondern an mentalen Mustern, strukturellen Hindernissen und falschen Erwartungen.

Fehler 1: Zu viel warten, zu wenig starten

Statt loszulegen, werden noch drei weitere Bücher gelesen, noch ein Kurs gebucht, noch das Branding perfektioniert. Worauf wartest du – auf die Erlaubnis? Der Schlüssel liegt im Prototyping:  Teste deine Idee, ist dein Lieblingskunde bereit, dafür zu bezahlen? Starte klein, lerne schnell, wachse ehrlich.

Fehler 2: Perfektionismus statt Progress

Viele Frauen setzen unrealistische Maßstäbe – und blockieren sich dadurch selbst. Ich hatte mir zum Beispiel vorgenommen, binnen weniger Monate soviel zu verdienen wie im Festangestelltenverhältnis – nur dass ich ganz nebenbei noch 2 Kinder unter 3 Jahren Zuhause hatte und mein Mann jede Woche auf Geschäftsreise war… Heute kann ich über mich selbst nur den Kopf schütteln: was ich mir selbst für Druck gemacht habe! Dabei ist unperfekt starten besser als nie launchen. Die Welt braucht deine Ideen, nicht dein Perfektionsideal.

Fehler 3: Preise, die niemand ernst nimmt

„Ich will ja nicht zu teuer sein“ oder „ich mache das gerne“ oder „das fällt mir doch leicht“ – und schon wird der Stundensatz unter Wert angesetzt. Aber: Ein Preis ist ein Statement. Selbstwert spiegelt sich in deiner Preisliste. Höre auch nicht auf deinen Opa, deine Nachbarin oder den Hundefriseur, wenn sie dir ihre Meinung zu deinen Preisen kundtun – es sei denn, sie sind genau deine Zielgruppe!

Fehler 4: Keine klare Positionierung

„Ich will allen helfen“ klingt nett – führt aber zu Marketing-Nebel. Je klarer du weißt, wen du ansprichst, desto schneller wirst du sichtbar. Sag, wofür du stehst – und was du loslässt. Was ich hier oft beobachte: wir sehen selbst nicht klar, was uns einzigartig macht. Oder: wir denken, das ist für die anderen weder relevant noch interessant. Dabei kaufen Menschen von Menschen, und wenn du die bist, die Labradoodle liebt, fließend kroatisch spricht und ein halbes Jahr in Japan gelebt hat, dann lässt dich das für andere Menschen greifbarer machen. Sie können leichter bei dir andocken. Oft ist es uns unangenehm, Persönliches preiszugeben außerdem wollen wir ja professionnel wirken.

Dabei ist es doch so: da draußen gibt es genug Menschen, die etwas Ähnliches anbieten wie Du und ja, vielleicht auch besser als Du. Warum also sollten Menschen bei dir kaufen? Eben. Weil du´s bist!

Fehler 5: Sichtbarkeit ist optional – oder peinlich

Viele Frauen fürchten Kritik, Ablehnung oder einfach „zu viel“ zu sein. Doch: Sichtbarkeit ist kein Ego-Trip – sondern Teil deiner Wirkung. Zeig dich, damit andere dich finden. Das kannst du trainieren! Außerdem gibt es viele verschiedene Wege, sich zu zeigen. Ich zum Beispiel bin über die Jahre nie mit Instagram warm geworden und auf Facebook war mir der Ton zu flegelig. Dafür fühle ich mich auf LinkedIn wohl. Du musst auch nicht unbedingt Videos machen aber Posts eben schon.  Wenn du unsicher bist, hole dir jemanden an deine Seite, der dich auf den ersten Metern begleitet.

Fehler 6: Mindset aus dem Angestelltenleben

Selbstständigkeit braucht andere Denkstrukturen. Du bist Chefin – kein Ausführungsorgan. Investieren, entscheiden, delegieren: das ist Leadership. Das ist erstmal unbequem bevor es die große Freiheit ist. Vielleicht mußt du dich anders aufstellen, eine Organisation finden, denn waren da früher Vorgaben durch die Firma, steht dir heute alles frei. In dich zu investieren oder in Menschen, die Experten auf ihrem Gebiet sind (Outsourcing ist das Stichwort!), fällt oft erstmal schwer.

Ich habe das Mindset zu lange außen vor gelassen – zu Unrecht. Denn ohne den richtigen Denkrahmen gibst du auf.

Fehler 7: Zu viel alleine – zu wenig im Team

„Ich mach das schon allein…“ ist der Klassiker – und kostet Energie. Klar kannst du alles alleine schaffen: sehr wahrscheinlich kostet es dich aber unnötig Zeit und Nerven. Netzwerke, Coaching und Kollaboration machen den Unterschied. Ich kenne Frauen, die ihre Idee verschwiegen haben aus Angst, daß sie ihnen jemand wegschnappt. Dafür haben sie dann alleine im stillen Kämmerlein vor sich hingekrüschtelt und sind nie aus dem Quark gekommen. Ich bin selbst ein Riesenfan von Co-Creation und kollektiver Intelligenz. Dafür braucht einen geschützten Raum und Vertrauen – dann sich die Magie entfalten! Netzwerke gibt es viele: Branche, Business, Frauen, … Suche dir die, die dich persönlich weiterbringen und in denen du dich wohlfühlst.

Fazit: Klar kannst du selbständig. Aber wenn ich heute nochmal anfangen würde, dann würde ich weniger Geld in die professionnelle Webseite und Logo stecken sondern in mich selbst.

Wenn du dein Business aufbauen willst, geht’s nicht um Fehlervermeidung, sondern um Fehlerfreundlichkeit. Starte, wachse und lerne. Du bist nicht zu spät, zu leise oder zu wenig, zu jung oder zu alt. Du bist genau richtig – jetzt.

Damit wir nicht alle dieselben Fehler machen, habe ich all‘ mein Wissen, meine Fuck-Ups und meine Erfahrung in einen kompakten Onlinekurs gepackt. Ein minimales Investment, das sich lohnt, egal ob im Nebengewerbe oder beim eigenen Business-Aufbau.

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