Glaubenssätze auflösen kann jeder aber was ist mit deiner Scham?

Alle reden heute über Glaubenssätze, das innere Kind und Mindset-Arbeit. Doch ein zentrales Gefühl bleibt oft ausgespart – obwohl es uns tief prägt: Scham.

Die meisten von uns würden lieber barfuß auf einen Legostein treten, als sich ihrer Scham stellen. Aber genau da liegt der Haken.

Denn: Solange wir Scham vermeiden, bleibt unser echtes Selbst in Ketten. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Was ist eigentlich Scham – und warum ist sie so gefürchtet?

Scham ist wie die nervige Freundin, die unangemeldet auftaucht und peinliche Geschichten aus der Schulzeit auspackt.
Sie fühlt sich unangenehm an, weil sie unser Selbstbild erschüttert: „Ich bin nicht gut genug“, „Ich bin falsch“, „Ich bin zu laut, zu leise, zu viel, zu wenig.“

Doch hier ist die Wahrheit:
Scham ist nicht böse. Sie ist ein Signal.

Ein innerer Wachhund, der bellt, wenn alte Glaubenssätze getriggert werden. Leider lassen wir ihn zu oft die Tür versperren, statt ihn als Warnleuchte zu sehen.

Scham ist nicht immer schlecht. Sie zeigt uns, wo unser Selbstbild verletzt wurde. Sie signalisiert, wo wir uns von uns selbst entfremdet haben.

Doch wenn sie unreflektiert bleibt, wird sie zur treibenden Kraft hinter Selbstsabotage, Vergleichen, Rückzug und Schuldgefühlen.

 

Persönlichkeitsentwicklung ohne chichi: Warum wir oft nur an der Oberfläche kratzen

Wir durchleuchten uns heute intensiver als jede Generation zuvor. Wir hinterfragen Prägungen aus der Kindheit, lösen Glaubenssätze, arbeiten mit unserem inneren Kind. Ich bin auch total d´accord damit.

Doch viele spüren: Trotz all der Reflexion bleibt etwas in uns still stehen.
Und ich sag´dir jetzt, was dieses Etwas ist: Scham.

Solange die Scham noch da ist, verändern wir unsere Situation nicht.

Solange die Scham unser inneres System festhält, kommen wir nicht wirklich in Bewegung.

Die Mechanik der Scham – und wie sie unser Verhalten prägt

Wenn ich mich schäme, weil ich zu klein bin, könnte ich sagen, sie seien zu groß.
Wenn mir meine Größe unangenehm ist, könnte ich behaupten, die anderen sind kleine Lichter.
Wenn ich mich für meine Schwäche schäme, finde ich vielleicht etwas Furchteinflößendes in ihrer Stärke.
Wenn ich mich in meiner Stärke übersehen fühle und für meine Gefühle schäme, projiziere ich möglicherweise auf ihre Schwäche.
Wenn mir meine Traurigkeit peinlich ist, könnte ich sagen, ihre Freude sei toxisch.
Wenn ich mich schuldig für meine Freude fühle, könnte ich behaupten, ihre Traurigkeit sei schwach.
Wenn mir meine Niederlage peinlich ist, sage ich vielleicht, ihr Triumph sei manipuliert.
Wenn ich mich für mein Scheitern schäme, behaupte ich vielleicht, ihr Erfolg beruhe auf Lügen.
Wenn ich mich dafür schäme, nicht gewonnen zu haben, versuche ich vielleicht, sie verlieren zu lassen. Wenn es mir peinlich ist, Erste zu sein, kann ich die Leistung der anderen schmälern.

Diese Sätze sezieren die menschliche Seele. Sie zeigen, wie stark unsere Projektionen in Wahrheit auf unsere Scham zurückzuführen sind.

Kennst du das?

  • Du gibst ein Angebot raus, und niemand kauft → Scham.
  • Beim Kassensturz am Ende des Monats mit deinem Partner  kommt heraus, wieviel Geld für Dies oder Jenes ausgegeben hast → Scham.
  • Du warst laut, emotional, verletzlich → Scham.

Scham ist das, was wir am meisten vermeiden wollen.

Vielleicht kannst du das allein schon beim Lesen dieser Zeilen fühlen, ein unangenehmes Gefühl, nicht wahr?

Und genau deshalb sabotieren wir uns selbst, obwohl wir eigentlich bereit sind für mehr.

 

Die Geburt der „Unbeschämbaren“ – ich feiere sie

Wie wäre es, wenn wir  einen neuen Archetypen entwickeln? : die Unbeschämbaren.
Frauen, die ihre Verletzlichkeit nicht mehr als Schwäche sehen, sondern als Superkraft.

Die Unbeschämbaren leben mit so viel innerer Wahrheit, dass die alten Lügen keinen Halt mehr finden.
Sie verwandeln Schmerz in Macht.
Sie bauen Brücken, wo andere Mauern ziehen.
Und sie stehen im Licht – selbst wenn es sie fast verbrennt.

Diese Frauen führen aus dem Inneren. Sie zeigen sich in ihrem Ganzsein. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Scham macht sie wirklich frei. Frei von der Meinung und dem Urteil anderer. Frei für die eigene Erfüllung, frei für das Lieblingsleben.

Wer warst du, bevor die Scham dich erfüllt hat?
Bevor du dich angepasst hast, dich zurückgezogen hast, dich in Frage gestellt hast?

Vielleicht ist die Frau, die du heute bist, bereit, genau diese Frage zu beantworten. Ich verspreche dir, es lohnt sich sowas von!

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charmanter Ratgeber mit fundiertem Wissen für mehr Klarheit, mehr Lebensfreude, mehr du und der chichi-lose Tacheles einer Frau, die sich von Sex & the City zu Desperate Housewives und dann in ihr Lieblingsleben gezappt hat.
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