Ein Wort, das ich überhaupt nicht leiden kann, ist „eigentlich“. Da kriege ich fast schon eine körperliche Reaktion. 😆
Leider höre ich es für meinen Geschmack viel zu häufig.
„Eigentlich bin ich zufrieden.“
„Eigentlich ist der Job ganz okay.“
„Eigentlich läuft es doch gut.“
„Eigentlich kann ich mich nicht beschweren.“
Und jedes Mal denke ich: Aha. Da sitzt jemand auf gepackten Koffern, ohne es selbst richtig zu realisieren.
Denn hinter diesem kleinen Wort versteckt sich oft etwas Großes, nichts Dramatisches, aber irgendwo schlummert da eine Sehnsucht. Eine Idee. Ein Traum.
Eine leise Ahnung davon, wie das eigene Leben auch aussehen könnte.
Warum wir Veränderungen oft zu lange aufschieben
Dummerweise glauben viele von uns, dass man erst dann etwas verändern darf, wenn man richtig unglücklich ist.
Wenn die Beziehung katastrophal ist.
Wenn der Job krank macht.
Wenn man morgens schon mit Bauchschmerzen aufwacht.
Dann ist es ja offensichtlich. Dann muss sich etwas ändern.
Aber was ist mit all den Situationen dazwischen?
Wenn der Alltag funktioniert.
Wenn der familienfreundliche Teilzeitjob endlich gefunden ist.
Wenn von außen betrachtet alles passt.
Dann geben wir uns oft mit lauwarm zufrieden:
„Es ist schon okay.“
„Ich kann nicht meckern.“
„Andere wären froh.“
Unzufrieden trotz gutem Leben?
Im Land des Solala verbringen erstaunlich viele Menschen Jahre ihres Lebens.
Nicht unglücklich genug, um zu handeln.
Nicht glücklich genug, um zu strahlen.
Vielleicht kennst du das auch: etwas ist objektiv betrachtet völlig in Ordnung – aber dein Herz macht keine Luftsprünge.
Du funktionierst aber du blühst nicht wirklich auf.
Dein Leben sieht auf dem Papier gut aus und fühlt sich trotzdem nicht ganz nach Happiness und Chancen nutzen an.
Und genau deshalb finde ich die Frage nach der Zufriedenheit manchmal etwas überbewertet.
Ist Zufriedenheit wirklich das höchste Ziel?
Ich finde Nein. Ich glaube, wir dürfen uns von der Idee verabschieden, dass Zufriedenheit das Endziel sein muss.
Ich persönlich möchte nicht nur zufrieden sein.
Ich möchte neugierig sein, lebendig, begeistert.
Ich möchte Geschichten erleben, die ich später lachend beim Apéro erzähle.
Ja, auch die chaotischen, die Fails, die absurden Geschichten, die man erst im Nachhinein lustig findet.
Ich möchte mich entwickeln, ausprobieren und überraschen.
Wie sonst hätte ich jemals auf die Idee kommen sollen, ein Buch zu schreiben?
Nichts hat mich dafür qualifiziert.
Es war einfach eine verrückte Idee und genau deshalb war sie spannend. Was meinst du, was ich dabei alles gelernt habe? Das geht weit über das fertige Buch hinaus! Eigentlich ist es sogar schon wieder Stoff für ein neues Buch…
Ohlàlà statt Solala
In a nutshell: Ich möchte ohlàlà statt solala.
Nicht permanenten Optimierungswahn, auch nicht Selbstverwirklichung um jeden Preis.
Nicht ständig größer, höher, weiter sondern ein Leben, das sich nach mir anfühlt. Bei dem ich am Ende denke: ich habe mich richtig ausgetobt, ich bereue nicht das Nicht-Erlebte…
Zu meinem Lieblingsleben gehören auch Überraschungen, bei denen ich hinterher denke: „Oh. Damit habe ich jetzt nicht gerechnet. Wie schön ist das denn?“
Die wichtigste Frage für mehr Erfüllung im Leben
Und bevor jetzt jemand denkt:
„Na toll. Jetzt soll ich mein ganzes Leben umkrempeln.“
Oder:
„Die hat gut reden. Wie soll das bei mir gehen?“
Panic you not. Es geht nicht um die große Revolution.
Hier muss niemand heimlich zum Zigarettenautomaten gehen und nie wieder zurückkommen.
Oft reicht schon eine einzige ehrliche Frage.
Nicht:
„Bin ich unglücklich?“
Sondern:
Wovon wünsche ich mir mehr?
Mehr Leichtigkeit?
Mehr Kreativität?
Mehr Freiheit?
Mehr Abenteuer?
Mehr Selbstbestimmung?
Mehr Erfüllung im Job?
Mehr Zeit für eigene Projekte?
Mehr Begegnungen?
Mehr Mut?
Manchmal reicht schon die Antwort auf diese Frage. Weil sich durch die Erkenntnis plötzlich eine Tür öffnet. Du beginnst, Möglichkeiten wahrzunehmen, die vorher unsichtbar waren. Du wirst chancen-affin.
Und genau dort beginnt oft jede berufliche oder persönliche Veränderung.
Eine kleine Übung für diese Woche
Achte einmal darauf, wie oft du „eigentlich“ sagst.
Und wenn du es sagst, frage dich:
Was würde ich sagen, wenn ich ganz ehrlich wäre?
Ich bin gespannt, was du entdeckst.
Du möchtest herausfinden, was du wirklich willst?
Falls du merkst, dass „eigentlich“ bei dir verdächtig oft auftaucht, dann lass uns reden.
Im Rendez-vous mit ohlàlà sortieren wir gemeinsam das Gedankenchaos, entwirren Optionen, decken blinde Flecken auf und finden heraus, was du wirklich willst – beruflich und manchmal auch darüber hinaus.
90 Minuten. Du, ich und jede Menge Klarheit.
Und das Schönste:
Solltest du danach entscheiden, mit mir in einer längeren Zusammenarbeit weiterzugehen, wird dir der gesamte Betrag für das Rendez-vous angerechnet.
Manchmal braucht es nur ein einziges gutes Gespräch.
Un très bon rendez-vous eben. ✨